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Fälle

Das Ampelmodell

Bestimmung der Verweilzeit

In der Welt der Außenwerbung hat sich viel verändert: Plötzlich tauchten digitale Bildschirme auf den Straßen auf. Und damit stellte sich die Frage, wie viele Passanten einen Werbespot auf diesen Bildschirmen tatsächlich sehen können. Um dies zu berechnen, gibt es die sogenannte „Spot-Formel“, die die Verweildauer im Sichtfeld des Spots als wichtigsten Parameter heranzieht. Wir wollten dies nicht nur für normale Straßenabschnitte berechnen (was einfach ist), sondern auch für Bildschirme an Kreuzungen, wo es viele Situationen gibt, in denen Menschen warten.

Das ISBA-Ampelmodell ermittelt die Verweildauer von Fahrzeugen im Sichtfeld des Bildschirms auf der Grundlage des Straßennetzes, der Positionen und Taktzeiten der Ampeln sowie der Fahrzeugbewegungen rund um einen Bildschirmstandort. Die Fahrbahn jedes Fahrzeugs an der Kreuzung wird als Lösung einer Differentialgleichung abgeleitet, die Änderungen des Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug in Beschleunigung oder Bremsvorgänge umsetzt. Ein zentrales Konzept hierbei ist der „angenehme Sicherheitsabstand“: Manchmal fließt der Verkehr reibungslos, weil der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug angenehm groß bleibt; in anderen Fällen werden die Fahrer zwangsläufig vorsichtiger, wenn dieser Abstand kleiner wird und sie ihre Geschwindigkeit anpassen müssen. Durch die Analyse des daraus resultierenden Gesamtsystems lässt sich schließlich die gewünschte Verweildauer bestimmen.

agma | Ströer

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